Gesunde Ernährung

Fisch ist ein Teil gesunder Ernährung. Insbesondere das Protein (Eiweiß) ist aus dem Fisch wertvoll.

Laut der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. hat eine gesunde Ernährung folgende Bestandteile:

Getreide, Getreideerzeugnisse, Kartoffeln: 30 %

Gemüse, Salate: 26 %

Obst: 17 %

Milch, Milchprodukte: 18 %

Fleisch, Wurst, Fisch, Eier: 7 %

Fette, Öle: 2 %

Mit den derzeitigen Ernährungsgewohnheiten wird ein erhebliches Gewicht auf tierische Proteine gelegt. Wir essen sehr viel Fleisch und Fisch. Proteine gibt es aber auch sehr gut in pflanzlicher Form (siehe Tabelle).

Pflanzliche Nahrungsmittel brauchen in der Regel weniger Ressourcen (Boden, Wasser etc.) bis zur tischfertigen Verarbeitung.

An den Meeren erkennt man heute, dass tierische Produkte nicht ausreichend zur Verfügung stehen.

Überfischung

Mit Überfischung bezeichnet man die übermäßige Dezimierung des Fischbestandes in einem Gewässer durch Fischfang. Überfischung liegt vor, wenn in einem Gewässer dauerhaft mehr Fische gefangen werden als durch natürliche Vermehrung nachwachsen oder zuwandern.

Überfischung ist, vor allen anderen menschlichen Eingriffen in marine Ökosysteme, die wichtigste Ursache für den derzeit zu beobachtenden massiven Rückgang der Bestände vieler Arten (Spezies) in den Meeres- und Küstenökosystemen. Bei einigen Arten kann es sogar zum Aussterben kommen. Nach der Entnahme durch übergroße Fangmengen existieren zudem ökologische Störfaktoren in Meeresökosystemen wie Schadstoffeintrag, Überdüngung, Abbau von Bodenschätzen und anthropogene Klimaänderung. In Zeiten vor der menschlichen Einflussnahme gab es von den betroffenen Fischarten, im Vergleich zu heute, sehr viel mehr Exemplare.

Paläoökologische, archäologische und historische Daten zeigen, dass es vom Beginn der Überfischung bis zu den zwangsläufig folgenden dramatischen Änderungen in den ökologischen Lebensgemeinschaften (Biozönosen) eine zeitliche Verzögerung von Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten gibt. Dies erklärt sich daraus, dass nicht befischte Spezies derselben trophischen Ebene (Stellung in der Nahrungskette) die ökologische Nische der überfischten Spezies einnehmen – solange, bis sie ihrerseits überfischt oder an epidemischen Krankheiten als Folge ihrer Überbevölkerung (verursacht durch das Wegfallen der konkurrierenden Spezies) dezimiert sind.

Laut dem Zweijahres-Bericht (The state of World Fisheries and Aquaculture 2006) der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) zum Fischfang, der im März 2007 veröffentlicht wurde, sind 52 % der Meeresfisch-Bestände so intensiv befischt, dass eine Steigerung nicht mehr möglich ist. Von allen beobachteten Beständen befinde sich ein Viertel in bedenklichem Zustand. Dieser Teil sei entweder übernutzt (92 ± 1 %), stark zurückgegangen (7 %) oder erhole sich langsam (1 %). Betroffen sind vor allem Arten, die zwischen nationalen Hoheitsgewässern wandern oder außerhalb dieser Zonen gefischt werden. Dazu zählen mehr als die Hälfte der wandernden Hai-Arten und zwei Drittel der wandernden Hochseebestände, wie Kabeljau, Heilbutt, Blauflossen-Thunfisch, Granatbarsch oder Riesenhai. Die Zahl der nur moderat ausgebeuteten Fischbestände ist seit den 1970er Jahren bis 2006 von 40 % auf 23 % gesunken. Überfischte Meere sind der Studie zufolge vor allem der Südost-Atlantik, der Südost-Pazifik, der Nordost-Atlantik (und damit die Nordsee) sowie die Lebensräume der Hochsee-Thunfischarten im Atlantik und im Indischen Ozean. In diesen Gebieten betrage der Anteil der überfischten Bestände bereits 46−66 %. Laut Greenpeace Schweiz (Broschüre "Stoppen wir die Plünderung der Meere", August 2009) hat sich die totale Fangmenge seit 1950 verfünffacht, und dies ohne die illegalen Fang-Aktivitäten. Der Restbestand an Blauwalen betrage nur noch 1,7 %, derjenige an Thunfisch 10 %. Man müsse deshalb, so Greenpeace, 40 Prozent der Meere unter Schutz stellen und vor allem den bisherigen Fischbestand halten.

In der EU-Fischereipolitik werden Quoten festgelegt, welche die wissenschaftlichen Empfehlungen der ICES jedes Jahr durchschnittlich um 48 % überschreiten. Aus diesem Grund sind inzwischen 88 % der Fischbestände in den EU-Gewässern überfischt, während es in den 1970er Jahren lediglich 10 % waren.

Überfischung kann auch zur Ursache von Konflikten zwischen Industrie- und Entwicklungsländern werden. So nennt der Kenianer Andrew Mwangura, dessen Seafarers Assistance-Programme in 90 Prozent aller Kaperungen zwischen somalischen Piraten und Reedern vermittelt, illegales Fischen als Wurzel der Piraterie.

Quelle Wikipedia